Holzverkauf im Herbst: Preisverhandlung und Vertragsgestaltung
Vermarktungswege im Überblick
Privatwaldbesitzer haben verschiedene Möglichkeiten, ihr Holz zu verkaufen. Jeder Weg hat Vor- und Nachteile.
Rahmenvertrag über FBG
Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) bündelt die Mengen mehrerer Waldbesitzer und verhandelt Rahmenverträge mit Sägewerken:
- Vorteil: Bessere Preise durch größere Mengen, weniger Eigenaufwand
- Nachteil: Weniger Flexibilität, FBG-Beitrag
Freihandverkauf
Direkter Verkauf an ein Sägewerk oder einen Holzhändler:
- Vorteil: Volle Kontrolle, schnelle Abwicklung
- Nachteil: Schwächere Verhandlungsposition bei kleinen Mengen
Submission (Wertholz)
Für Wertholz ab Güteklasse B+ lohnt sich die Submission — ein Bietverfahren, bei dem Stämme einzeln angeboten werden. Hier werden oft 50-200 % über dem Listenpreis erzielt.
Vertrag richtig gestalten
Ein guter Holzverkaufsvertrag enthält:
- Menge und Sortiment: Holzart, Güteklasse, Mindest-/Maximal-Menge
- Preis: Euro je Festmeter (Fm) frei Waldstraße oder frei Werk
- Vermessung: Wer misst? Waldmaß oder Werksmaß?
- Abfuhrfrist: Maximal 4-6 Wochen nach Bereitstellung
- Zahlungsziel: 14-30 Tage nach Rechnungsstellung
Waldpilot speichert alle Verkaufsdaten und berechnet den Durchschnittspreis je Sortiment — wichtig für die nächste Preisverhandlung.
Weiterführende Quellen
- BMEL — Wald in Deutschland
- Bundeswaldgesetz (BWaldG)
- EU-Verordnung 2023/1115 (EUDR)
- waldwissen.net — Forstliches Fachportal
Dieser Artikel wurde sorgfältig recherchiert, ersetzt aber keine forstrechtliche Beratung.
Waldpilot Redaktion
Founder und Lead-Developer von Waldpilot. Software-Architekt mit Schwerpunkt vertikale SaaS für unterversorgte Branchen.
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