Holzeinschlag

Holzverkauf im Herbst: Preisverhandlung und Vertragsgestaltung

WR
Waldpilot Redaktion
Veröffentlicht am 12. Oktober 2026

Vermarktungswege im Überblick

Privatwaldbesitzer haben verschiedene Möglichkeiten, ihr Holz zu verkaufen. Jeder Weg hat Vor- und Nachteile.

Rahmenvertrag über FBG

Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) bündelt die Mengen mehrerer Waldbesitzer und verhandelt Rahmenverträge mit Sägewerken:

  • Vorteil: Bessere Preise durch größere Mengen, weniger Eigenaufwand
  • Nachteil: Weniger Flexibilität, FBG-Beitrag

Freihandverkauf

Direkter Verkauf an ein Sägewerk oder einen Holzhändler:

  • Vorteil: Volle Kontrolle, schnelle Abwicklung
  • Nachteil: Schwächere Verhandlungsposition bei kleinen Mengen

Submission (Wertholz)

Für Wertholz ab Güteklasse B+ lohnt sich die Submission — ein Bietverfahren, bei dem Stämme einzeln angeboten werden. Hier werden oft 50-200 % über dem Listenpreis erzielt.

Vertrag richtig gestalten

Ein guter Holzverkaufsvertrag enthält:

  1. Menge und Sortiment: Holzart, Güteklasse, Mindest-/Maximal-Menge
  2. Preis: Euro je Festmeter (Fm) frei Waldstraße oder frei Werk
  3. Vermessung: Wer misst? Waldmaß oder Werksmaß?
  4. Abfuhrfrist: Maximal 4-6 Wochen nach Bereitstellung
  5. Zahlungsziel: 14-30 Tage nach Rechnungsstellung

Waldpilot speichert alle Verkaufsdaten und berechnet den Durchschnittspreis je Sortiment — wichtig für die nächste Preisverhandlung.

Weiterführende Quellen

Dieser Artikel wurde sorgfältig recherchiert, ersetzt aber keine forstrechtliche Beratung.

WR

Waldpilot Redaktion

Founder und Lead-Developer von Waldpilot. Software-Architekt mit Schwerpunkt vertikale SaaS für unterversorgte Branchen.

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