Wildschäden

Wildschäden durch Verbiss und Schälung können die Verjüngung deines Waldes erheblich beeinträchtigen. Eine sorgfältige Dokumentation ist die Grundlage für den Wildschadenersatz und stärkt deine Verhandlungsposition gegenüber dem Jagdpächter.

Schadensarten

  • Verbiss — Wild frisst junge Triebe und Knospen ab, besonders an Laubbäumen. Das hemmt das Höhenwachstum und kann zum Absterben der Pflanze führen.
  • Schälschaden — Hirsche und Rehe schälen die Rinde vom Stamm. Die offene Wunde ist ein Einfallstor für Pilze und Fäulnis, der Baum wird langfristig entwertet.

Warum dokumentieren?

Ohne Dokumentation hast du keinen Nachweis gegenüber dem Jagdpächter. Wildschäden sind die Grundlage für Wildschadenersatz-Ansprüche und für Verhandlungen über Abschusszahlen. Je besser deine Dokumentation, desto stärker deine Position.

Wildschaden erfassen

1

Neuen Schaden anlegen

Gehe zu "Wildschäden" → "Neuer Schaden" in der Hauptnavigation.

2

Schadensart und Baumart wählen

Wähle die Art des Schadens (Verbiss oder Schälschaden) und die betroffene Baumart.

3

GPS-Position und Foto

Markiere die GPS-Position auf der Karte und füge Fotos hinzu. Die genaue Verortung ist wichtig für den Schadensnachweis.

4

Jagdpächter informieren

Waldpilot zeigt dir den zuständigen Jagdpächter an, sofern du einen Jagdpachtvertrag hinterlegt hast. Informiere ihn zeitnah über den Schaden.

Zusammenspiel mit dem Jagdpacht-Modul

Wenn du deine Jagdpachtverträge in Waldpilot hinterlegt hast, werden Wildschäden automatisch dem zuständigen Jagdrevier zugeordnet. So hast du eine klare Übersicht, welche Schäden in welchem Revier auftreten, und kannst diese Daten bei Pachtverhandlungen nutzen.

Tipp: Melde Wildschäden zeitnah an den Jagdpächter — das stärkt deine Position bei Verhandlungen und zeigt, dass du deine Ansprüche ernst nimmst.