Selbstwerber kaufen stehendes Holz vom Waldbesitzer und arbeiten es selbst auf. Das ist im Privatwald gängige Praxis. Doch wer ist EUDR-pflichtig — Waldbesitzer oder Selbstwerber?
Marktteilnehmer ist, wer das Holz erstmals in der EU in Verkehr bringt. Bei der klassischen Selbstwerbung verkauft der Waldbesitzer das stehende Holz an den Selbstwerber — der Waldbesitzer ist Marktteilnehmer.
Ja — wer Holz selbst vermarktet, ist Marktteilnehmer und gibt die Erklärung ab. Dokumentiert werden Holzart, Erntedatum und die Herkunft der Fläche. Vermarktet ein forstwirtschaftlicher Zusammenschluss das Holz, tritt er selbst als Marktteilnehmer auf und erklärt für seine Mitglieder.
Der Selbstwerber gilt als Endverbraucher (wenn das Holz für den eigenen Bedarf ist) oder als Händler (wenn er es weiterverkauft). Endverbraucher sind nicht EUDR-pflichtig — Händler schon.
Die EU-Grundregel verlangt Geokoordinaten, bei Flächen über 4 Hektar als Polygon. Die nationale Umsetzung in Deutschland und Österreich lässt Klein-Primärerzeugern jedoch die Postanschrift des Betriebs samt Kennnummer genügen. Unabhängig davon verlangen viele Käufer die Flächendaten vertraglich — und für die eigene Bewirtschaftung sind sie ohnehin die Grundlage.
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