Raummeter (Rm) — lang oder kurz, gestapelt
Brennholz ist im Privatwald oft der wirtschaftlich attraktivste Weg, schwaches und krummes Holz zu vermarkten. Direktverkauf an Selbstwerber bringt 60 bis 100 EUR/Rm — deutlich mehr als Industrieholzpreise. Voraussetzung: saubere Aushaltung, Haftungsabsicherung und realistische Preisbildung.
Brennholz ist das flexibelste Sortiment: Krummschaft, Aeste und sogar Faulstellen sind akzeptabel. Aushaltung typisch im Selbstwerber-Modell: 1 m oder 2 m Abschnitte, gepoltert an der Waldstrasse. Trockenes Lagern (Rinde an, ueber Sommer) erhoeht den Heizwert erheblich. Wichtig: Selbstwerber-Vertrag schriftlich, mit Haftungsausschluss, Versicherungspflicht und Termin. Eichen- und Buchenbrennholz erzielen den hoechsten Preis (Heizwert 4,2 kWh/kg vs. 4,0 kWh/kg Fichte).
Im Brennholzhandel gilt die EN 1961 mit den Klassen A1 (Hartholz, ofenfertig, unter 20 Prozent Holzfeuchte), A2 (gemischt) und B (Weichholz oder feucht). Im Privatwald ueblicher: Unterscheidung nach Baumart (Hartholz: Buche, Eiche, Esche, Hainbuche / Weichholz: Fichte, Kiefer, Birke, Pappel) und Trocknungsgrad (waldfrisch, lufttrocken, ofenfertig).
Stand 2026, ab Waldstrasse, ungespalten, ohne Mehrwertsteuer: Buche/Eiche lang: 75 bis 100 EUR/Rm. Fichte/Kiefer lang: 50 bis 70 EUR/Rm. Selbstwerbung im stehenden Bestand: 25 bis 45 EUR/Rm — Aufarbeitung uebernimmt Kaeufer. Ofenfertig (kurz, gespalten, lufttrocken): 110 bis 160 EUR/Rm Hartholz, geliefert. In Oesterreich und der Schweiz aehnliche Bandbreite, mit regionalen Spitzen bis 180 EUR/Rm in Stadtnaehe.
Hauptabnehmer sind private Selbstwerber aus der Region, vermittelt ueber Aushang, Forstamt oder lokale Plattformen. Gewerbliche Brennholzhaendler nehmen groessere Mengen ab, zahlen aber 20 bis 30 Prozent unter Direktverkaufspreisen. FBG bündeln Brennholz oft fuer Kachelofenbauer und Pelletwerke. Wichtig: Selbstwerber muessen einen Motorsaegen-Schein (AS-Schein) und private Haftpflichtversicherung haben — Privatwaldbesitzer haftet sonst mit.
Selbstwerber-Vertrag immer schriftlich mit AS-Schein-Pflicht, Versicherungsnachweis und Befristung (typisch 4 bis 8 Wochen). Polter klar markieren (Sprayfarbe oder Nummern), Festpreis pro Rm vereinbaren. Brennholz mindestens zwei Sommer trocknen lassen — Heizwert steigt um bis zu 30 Prozent. Bei groesseren Mengen lohnt sich eine Brennholz-Saegespaltautomatik gemeinschaftlich mit Nachbarn (FBG).
Ungespalten, gepoltert an der Waldstrasse: Buche 75 bis 100 EUR/Rm, Fichte 50 bis 70 EUR/Rm. Im stehenden Bestand fuer Selbstwerber: 25 bis 45 EUR/Rm. Ofenfertig geliefert: 110 bis 160 EUR/Rm Hartholz.
Bei 1 m Scheiten: 1 Rm = etwa 0,65 Fm. Bei 33 cm gespalten: 1 Rm = etwa 0,7 Fm. Im Schuettraummeter (lose): 1 Srm = etwa 0,5 Fm.
Selbstwerber benoetigen eine private Haftpflichtversicherung, einen Motorsaegen-Schein (AS-Schein, mindestens Modul A und B) und Schutzausruestung. Der Privatwaldbesitzer sollte beides schriftlich pruefen und im Vertrag festhalten.
Eiche und Hainbuche fuehren mit etwa 2100 kWh/Rm bei Lufttrocknung, Buche kommt auf 2050 kWh/Rm. Fichte und Kiefer liegen bei etwa 1500 bis 1600 kWh/Rm — pro Kilogramm aehnlich, aber bei geringerer Dichte weniger Energie pro Rm.
Mindestens zwei Sommer luftgetrocknet, bevor die Holzfeuchte unter 20 Prozent faellt — das ist der gesetzliche Grenzwert nach 1. BImSchV. Frisch geschlagen liegt die Holzfeuchte bei 50 bis 60 Prozent.
Im Privatwald fast immer ja: Direktverkauf bringt 60 bis 100 EUR/Rm, Industrieholz nur 35 bis 50 EUR/Rm. Allerdings nur bei lokaler Nachfrage und passender Aushaltung.
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