Festmeter (Fm) — Furnier und Submission
Wertholz ist die Koenigsdisziplin der Holzvermarktung: einzelne Stämme erzielen 500 bis ueber 5.000 EUR/Fm. Hauptabsatzweg ist die <strong>Submission</strong> — eine zeitlich begrenzte Bietverfahren mit Mindestgebot. Voraussetzungen: tadellose Guete, Stärke ab L4 und richtige Aushaltung.
Wertholz-Aushaltung beginnt im Bestand: Erdstamm in voller Laenge belassen, sauberer Schnitt direkt am Wurzelanlauf, keine Beschaedigung der Rinde durch Faellung. Furnierholz darf keine Risse, keine Schaeftungen, keine Zwiesel und keine sichtbaren Astnarben im Erdstamm haben. Bei Eiche ist der Mondphasen-Einschlag (Wintereinschlag im abnehmenden Mond) bei einigen Kaeufern Pflicht. Stamm einzeln poltern und gegen Risse mit Endenschutz (Wachs oder Plastik) versiegeln.
Wertholz wird in zwei Hauptkategorien unterschieden: Furnierholz (Klasse A, hoechste Anforderungen — gerade, astrein, ohne Verfaerbungen) und Wert-Saegeholz (Klasse B+, fuer hochwertige Mobel). Bei Eiche zaehlen zusaetzlich Faerbung (hell, mittel, dunkel), Jahrringbreite (engringig = wertvoller) und Maserung. Sonderklassen bei Eiche: Wein- und Cognac-Fass-Eiche mit speziellen Ringbreiten-Anforderungen.
Stand 2026, Submission, ohne Mehrwertsteuer: Eiche A L5/L6 Furnier: 600 bis 2.000 EUR/Fm, Spitzenstämme bis 5.000 EUR/Fm. Bergahorn riegelig oder geriegelt: 500 bis 2.500 EUR/Fm. Kirsche A: 400 bis 800 EUR/Fm. Nussbaum: 700 bis 1.500 EUR/Fm. Esche und Buche A: 200 bis 500 EUR/Fm. Submissionsplatz Heilbronn (DE), Brilon (DE), Niederoesterreich (AT) und Couvet (CH) sind die wichtigsten Hotspots.
Hauptweg ist die Submission: Stamme werden 6 bis 8 Wochen auf einem Sammelplatz ausgelegt, Kaeufer (Furnierwerke, Mobelhersteller, Spezialhaendler) bieten schriftlich. Der Hoechstbietende erhaelt den Zuschlag. Anlieferung typisch im Januar/Februar, Submissionstermin im Maerz/April. Alternativ: Direktverkauf an Furnierwerk (oft 20 bis 40 Prozent unter Submissionserloes) oder Wertholzversteigerung ueber FBG.
Wertholz-Stamm fruehzeitig identifizieren (3 bis 5 Jahre vor Hieb) und im Pflegegang freistellen. Stamm sauber aushalten lassen, am besten unter Aufsicht des Forstunternehmers. Anmeldung zur Submission ueber Forstamt, FBG oder Holzhaendler — Submissionskosten typisch 5 bis 8 Prozent vom Erloes. Stamm einzeln nummerieren, fotografieren und im Polterbuch dokumentieren — bei Streit ueber Werkseingangsmasse unverzichtbar.
Eine Submission ist ein schriftliches Bietverfahren: Stamme werden 6 bis 8 Wochen auf einem Sammelplatz ausgelegt, Kaeufer geben verschlossene schriftliche Gebote ab. Der Hoechstbietende erhaelt den Zuschlag. Wichtigster Vermarktungsweg fuer Wertholz.
Bergahorn (geriegelt) und Eiche A-Klasse fuehren mit Spitzenpreisen bis 5.000 EUR/Fm. Es folgen Kirsche, Nussbaum, Esche, Buche und Robinie. Auch Stämme mit Maserwuchs (Vogelaugenahorn, Birne) erzielen Sonderpreise.
Bei Eiche ab L4 (40 cm Mittendurchmesser), bei Bergahorn und Kirsche ab L3 (30 cm). Wirtschaftlich attraktiv wird es ab L5 (50 cm) — dann werden Furnier-Furnierwerke aufmerksam.
Anlieferung typisch Januar/Februar, Submissionstermin Maerz/April. Anmeldung muss bis November/Dezember erfolgen — fuehrende Submissionsplaetze sind Heilbronn, Brilon, Allershausen, Niederoesterreich und Couvet (CH).
Typisch 5 bis 8 Prozent vom Erloes plus Anlieferungskosten. Bei einem 1.500 EUR-Stamm sind das etwa 75 bis 120 EUR. Lohnt sich nur ab Stammwert ueber 400 bis 500 EUR.
Stammenden direkt nach dem Schnitt mit Wachs (Anchorseal) oder Plastikfolie versiegeln. Lagerung im Schatten, kein direkter Sonnen- oder Frosteinfluss. Bei Eiche zusaetzlich Mondphasen-Einschlag im Winter (abnehmender Mond) fuer Furnierqualitaet.
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