Festmeter (Fm) — geringerwertiges Stammholz, K-Holz und Kaeferholz
X-Holz ist Stammholz mit Maengeln — Krummschaft, Drehwuchs, Faulstellen, Bläue oder Kaeferbefall. Im Privatwald ist es seit der Kaeferholz-Welle 2018 bis 2024 zum Massenphaenomen geworden. Massgeblich ist die korrekte Aushaltung als X-Klasse oder K-Holz, sonst landet alles im Industrieholz.
X-Holz wird wie Stammholz ausgehalten — typisch 4 bis 5 m Abschnitte, sauber gepoltert. Wichtig: K-Holz unbedingt rasch aus dem Wald entfernen, sonst breitet sich der Borkenkaefer weiter aus. Forstrechtlich besteht in vielen Bundeslaendern eine Beseitigungspflicht innerhalb von 4 bis 6 Wochen nach Befall. Polter mit X- oder K-Markierung versehen, separates Lager. Bei Bläueholz: rascher Verkauf, da nach 6 bis 12 Monaten weitere Wertminderung.
RVR unterscheidet bei X-Holz die Klassen X (geringerwertig saegefaehig — Krummschaft, Beulen, Aeste) und K (Kaeferholz, mit Bohrloechern und Bläue, aber technisch noch saegefaehig). Daneben NSi (nicht-saegefaehiges Industrieholz) — alles, was unter X-Klasse faellt, geht ins Industrieholz oder in die Energieholzvermarktung.
Stand 2026, ab Waldstrasse, ohne Mehrwertsteuer: Fichte X L3: 50 bis 70 EUR/Fm. Fichte K L3 (frisch, ohne Bläue): 60 bis 80 EUR/Fm. Fichte K L3 mit Bläue: 35 bis 55 EUR/Fm. Buche X L4: 50 bis 70 EUR/Fm. In Kaeferholz-Spitzenjahren (2019, 2020) crashten Preise auf 15 bis 25 EUR/Fm — derzeit hat sich der Markt erholt. Direktverkauf an Notabsatzwerke (Bayern, Tirol) bringt 5 bis 10 EUR/Fm mehr.
Hauptabnehmer fuer X-Holz und K-Holz sind Saegewerke mit Sondereinrichtungen fuer Bläueholz (oft im Akkord-Modus), Palettenholzwerke und Verpackungs-Saegereien. Bei groesseren Mengen springen Notabsatzwerke in Sueddeutschland und Oesterreich ein. FBG-Vermarktung ist im Kaeferholz-Fall fast immer der bessere Weg — gebuendelte Mengen erzielen 10 bis 20 Prozent hoehere Preise als Einzelvertraege.
K-Holz schnellstmoeglich aus dem Wald — am besten innerhalb von 4 Wochen, sonst entwickelt sich die naechste Kaefergeneration. Befallene Stamme entrinden oder mit Insektizid behandeln (nur durch Fachfirma). Polterspritzen lassen mit Insektizid-Sperre, falls Abtransport nicht binnen 4 Wochen moeglich. Sortieren strikt: gesundes Stammholz, X-Holz und K-Holz immer getrennt poltern — Mischpolter werden global abgewertet.
X-Holz ist allgemein geringerwertiges Stammholz mit Maengeln (Krummschaft, Aeste, Faulstellen). K-Holz bezeichnet speziell Kaeferholz aus stehendem Borkenkaefer-Befall, oft mit Bläue und Bohrloechern.
Bei Stehendbefall: 4 bis 6 Wochen — sonst schluepft die naechste Kaefergeneration. Im Sommereinschlag noch enger (3 bis 4 Wochen). In vielen Bundeslaendern besteht waldgesetzliche Beseitigungspflicht.
Frisch gefaelltes Kaeferholz ohne Bläue erzielt fast Stammholz-Preise. Mit zunehmender Bläue und Lagerzeit sinkt der Preis um 30 bis 50 Prozent. Nach 12 Monaten meist nur noch Industrieholz-Preise.
Nein, Bläue ist ein oberflaechlicher Pilzbefall im Splint und beeintraechtigt die Festigkeit nicht. Nur die Optik leidet — fuer Verpackung, Palettenholz und KVH ist Bläueholz technisch problemlos einsetzbar.
Bei Kleinmengen unter 50 Fm meist nur ueber FBG oder Holzhaendler. Direktverkauf an Saegewerke wird ab 100 Fm interessant — viele Notabsatzwerke nehmen aber nur ueber Rahmenvertraege ab.
Wenn Abtransport nicht binnen 4 Wochen moeglich: Entrindung oder Polterspritzen mit Insektizid (nur durch Fachfirma mit Sachkundenachweis). Alternativ: Hacken vor Ort, Hackschnitzel sind fuer Borkenkaefer nicht mehr nutzbar.
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