Aushaltung

Zerlegung gefällter Stämme in einzelne Sortimente nach Länge, Stärke und Qualität.

Was ist die Aushaltung?

Die Aushaltung bezeichnet die Zerlegung des gefällten Baumes in vermarktungsfähige Sortimente — Stammholz, Industrieholz, Brennholz. Sie geschieht beim Einschlag und entscheidet maßgeblich über den Holzerlös.

Aushaltungs-Regeln nach RVR

Die Rahmenvereinbarung Rohholz definiert Standardlängen (z. B. 4 m, 5 m bei Stammholz Kurz), Mindeststärken pro Sortiment und Übermaß-Regeln. Falsche Aushaltung kostet 10–30 % Erlös.

Wer hält aus?

Beim Selbstwerber-Modell: der Selbstwerber. Bei Forstunternehmer-Einsatz: der Forstwirt. Bei Submissionen stehender Bestände: der Käufer. Dies muss vor dem Einschlag schriftlich festgelegt sein.

Praxis-Tipps

  • Wertvolle Stammabschnitte (Erdstamm Eiche, Stammhochbuche) zuerst aushalten
  • Krummen Stamm in kürzeren Abschnitten — bessere Werterhaltung
  • Käferholz: schnell aushalten, Industrieholz-Sortiment akzeptieren
  • Übermaß 1 % bei Stammholz nicht vergessen

Waldpilot macht das für dich

Holzliste, Einschlagsmeldung, EUDR — digital, offline, bundesland-konform.

Kostenlos starten