Bestockungsgrad
Verhältnis der tatsächlichen Grundfläche eines Bestandes zur vollen Bestockung (1.0 = voll bestockt).
Was ist der Bestockungsgrad?
Der Bestockungsgrad beschreibt, wie dicht ein Waldbestand im Vergleich zu einer vollen Bestockung ist. Ein Wert von 1.0 bedeutet, dass der Bestand vollständig bestockt ist — die maximal mögliche Grundfläche für die jeweilige Baumart und das Alter wird erreicht.
Berechnung
Der Bestockungsgrad errechnet sich aus dem Verhältnis der tatsächlichen Bestandesgrundfläche (m²/ha) zur Grundfläche einer voll bestockten Ertragstafel-Fläche gleicher Baumart, gleichen Alters und gleicher Bonität.
Beispiel: Ein Fichtenbestand hat eine Grundfläche von 28 m²/ha. Die Ertragstafel gibt für dieses Alter und diese Bonität 35 m²/ha an. Bestockungsgrad = 28/35 = 0,8.
Klassifizierung
Überbestockt (> 1.0): Zu dicht — Durchforstung empfohlen.
Vollbestockt (0.9–1.0): Optimaler Bestandesschluss.
Licht bestockt (0.7–0.9): Einzelne Lücken im Kronendach.
Räumig (0.5–0.7): Deutliche Bestandeslücken, Naturverjüngung möglich.
Lückig (< 0.5): Großer Anteil unbestockter Fläche.
Bedeutung für die Praxis
Der Bestockungsgrad ist entscheidend für Durchforstungsentscheidungen, Holzvorrat-Schätzungen und die Förderplanung. In Waldpilot wird er pro Bestandesfläche erfasst und bei der Bestandsaufnahme direkt im Feld eingegeben.
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