Kalamität
Außerplanmäßiger Holzanfall durch Naturereignisse wie Sturm, Schneebruch, Borkenkäfer oder Waldbrand.
Was ist eine Kalamität?
Eine Kalamität (auch Schadensereignis) ist ein außerplanmäßiger, massenhafter Holzanfall durch Naturereignisse. Kalamitätsholz muss oft schnell aufgearbeitet werden, um Folgeschäden zu vermeiden — etwa die Ausbreitung von Borkenkäfern.
Arten von Kalamitäten
Sturmwurf/Windbruch: Stürme wie Kyrill (2007) oder Friederike (2018) haben in Deutschland Millionen Festmeter geworfen. Fichte auf flachgründigen Böden ist besonders anfällig.
Schnee-/Eisbruch: Schwerer Nassschnee oder Eisregen bricht Kronen und Stämme, besonders bei Nadelbäumen.
Borkenkäfer: Nach den Dürrejahren 2018–2020 fielen in Deutschland über 170 Mio. Fm Schadholz an — die größte Borkenkäfer-Kalamität der Geschichte.
Waldbrand: In trockenen Jahren zunehmend relevant, besonders in Kiefernbeständen auf sandigen Böden.
Pflichten bei Kalamität
Waldbesitzer sind verpflichtet, Kalamitätsholz zeitnah aufzuarbeiten und zu melden. Die Fristen variieren je nach Bundesland und Schadensart. Für Borkenkäfer-Holz gelten besonders kurze Fristen (oft 4–6 Wochen).
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