Fegen
Schaden durch Reh- und Rotwildgeweih am Schaft junger Bäume — Rinde wird beim Bast-Abreiben zerstört.
Was ist Fegen?
Fegen bezeichnet den Schaden, den Rehböcke (und seltener Rothirsche) beim Reiben des frisch geschobenen Geweihs an jungen Bäumen verursachen. Sie streifen den Bast ab — und reißen dabei die Rinde des Baumes auf. Häufig im Frühjahr (April/Mai) und im Herbst (Brunft).
Schadbild
- Stammverletzung in Augenhöhe (50–150 cm)
- Zerfaserte, frische Wunden, oft mit Bast-Resten
- Bei Stammumfanges-Verletzung > 50 %: Baum stirbt
- Folge: Pilzeinwand, Stammfäule, oft Totalverlust
Betroffene Baumarten
Bevorzugt: Douglasie, Lärche, Tanne, Kirsche, Eiche. Weniger bevorzugt: Buche, Hainbuche.
Vorbeugung
- Einzelschutz: Wuchshüllen, Spiral-Manschetten
- Pfahl als Ablenkung: Fege-Pfähle in der Nähe von Pflanzungen
- Bestandsdichte: Reduzierung der Wildschaden-Population durch konsequente Bejagung
- Zaun: Bei großflächigen Verjüngungen
Schadensermittlung
Fegen-Schäden werden im jährlichen Wildschadens-Protokoll dokumentiert. Bei Pachtjagd: oft Pflicht zur Anzeige binnen 14 Tagen nach Entdeckung.
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