Kulturbegründung

Anlage eines neuen Waldbestandes durch Pflanzung oder Saat nach Kahlschlag, Kalamität oder auf Freiflächen.

Was ist eine Kulturbegründung?

Die Kulturbegründung bezeichnet die Neuanlage eines Waldbestandes durch aktive Maßnahmen — im Gegensatz zur Naturverjüngung, bei der sich der Wald selbst erneuert. Sie kommt zum Einsatz nach Kahlschlag, Kalamitäten oder beim Waldumbau.

Methoden

Pflanzung: Die häufigste Methode. Jungpflanzen (1–3 Jahre alt, 30–80 cm hoch) werden in einem definierten Pflanzverband gesetzt. Typische Abstände: 2×1 m bei Fichte, 1,5×1 m bei Laubholz.

Saat: Direkte Ausbringung von Saatgut auf die Fläche. Günstiger als Pflanzung, aber höheres Ausfallrisiko. Üblich bei Eiche (Eichelsaat) und Kiefer.

Voranbau: Pflanzung von Schattbaumarten (z. B. Buche, Tanne) unter dem Schirm eines noch stehenden Altbestandes.

Baumartenwahl

Die Wahl der Baumart hängt ab von Standort, Bonität, Klimaprognose und Bewirtschaftungsziel. Der Trend geht klar zu klimaresilienten Mischbeständen mit Laubbaumanteil. Fördergelder gibt es in vielen Bundesländern für den Umbau von Nadelholz-Monokulturen.

Kosten

Je nach Baumart und Verfahren zwischen 3.000 und 10.000 €/ha inklusive Kulturpflege und Wildschutz. Förderprogramme der Länder übernehmen oft 70–90 % der Kosten.

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