Bonität

Maß für die Leistungsfähigkeit eines Standorts, abgeleitet aus der Oberhöhe im Verhältnis zum Alter.

Was ist die Bonität?

Die Bonität (auch Standortbonität oder Ertragsklasse) beschreibt die natürliche Leistungsfähigkeit eines Waldstandorts. Sie gibt an, wie schnell und wie viel Holz an einem bestimmten Standort nachwachsen kann.

Bestimmung

Die Bonität wird aus der Oberhöhe (mittlere Höhe der 100 stärksten Bäume je Hektar) im Verhältnis zum Bestandesalter abgeleitet. Je höher die Bäume bei gleichem Alter, desto besser die Bonität.

Die Einstufung erfolgt anhand von Ertragstafeln, die für jede Baumart spezifische Wachstumskurven enthalten. Übliche Bonitätsklassen reichen von I (sehr gut) bis V (gering).

Einflussfaktoren

  • Boden: Nährstoffversorgung, Wasserhaushalt, Gründigkeit
  • Klima: Niederschlag, Temperatur, Vegetationsperiode
  • Relief: Höhenlage, Exposition, Hangneigung

Bedeutung für die Praxis

Die Bonität bestimmt den erwartbaren Holzertrag und damit den wirtschaftlichen Wert eines Waldstücks. Sie beeinflusst Durchforstungszeitpunkt, Umtriebszeit und die Baumartenwahl bei der Kulturbegründung. Ein Fichtenbestand auf Bonität I kann über 15 Fm/ha/Jahr zulegen — auf Bonität IV nur 5–6 Fm/ha/Jahr.

Waldpilot macht das für dich

Holzliste, Einschlagsmeldung, EUDR — digital, offline, bundesland-konform.

Kostenlos starten