Rückegasse

Festgelegte Fahrschneise im Wald für den Transport gefällter Stämme. Abstand typischerweise 20–40 m.

Was ist eine Rückegasse?

Rückegassen sind festgelegte Fahrschneisen im Wald, über die gefällte Stämme vom Fällort zum Polter am Waldweg transportiert (gerückt) werden. Sie bilden ein dauerhaftes Erschließungssystem und dürfen nur auf diesen Gassen befahren werden.

Anlage

Rückegassen werden bei der Erstdurchforstung angelegt und dauerhaft beibehalten. Der Regelabstand beträgt 20 m (bei Harvester-Einsatz) bis 40 m (bei manueller Fällung mit Seilwinde). Die Breite liegt bei 3,5–4 m.

Befahrung

Forwarder: Rückefahrzeug mit Kran und Ladefläche, befährt die Gasse und lädt die Stämme auf.

Harvester: Vollernter, der von der Gasse aus Bäume im Umkreis von ca. 10 m fällen, entasten und ablängen kann.

Seilschlepper/Traktor: Zieht die Stämme per Seilwinde zur Gasse.

Bodenschutz

Die Befahrung ist auf die Rückegassen beschränkt, um Bodenverdichtung in der Bestandesfläche zu vermeiden. Bei nassen Bodenverhältnissen kommen Bänder oder Bogiebänder zum Einsatz. Die Befahrung feuchter Böden außerhalb der Gassen ist ein Verstoß gegen die gute fachliche Praxis.

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