Naturverjüngung

Natürliche Erneuerung des Waldes durch Samen der vorhandenen Bäume ohne aktive Pflanzung.

Was ist Naturverjüngung?

Naturverjüngung ist die natürliche Erneuerung eines Waldbestandes durch Samen der vorhandenen Altbäume. Im Gegensatz zur Kulturbegründung werden keine Pflanzen gesetzt — der Wald verjüngt sich selbst.

Voraussetzungen

  • Samenbäume: Ausreichend gesunde Altbäume der gewünschten Baumart als Samenquelle
  • Mastjahr: Viele Baumarten fruchten nicht jedes Jahr — Buche z. B. nur alle 3–7 Jahre reichlich
  • Licht: Ausreichende Auflichtung des Kronendachs, damit Jungpflanzen wachsen können
  • Boden: Geeignetes Keimbett — Rohhumus oder dichte Grasnarbe hemmen die Keimung
  • Wildschutz: Reh- und Rotwild verbeißen junge Triebe. Ohne Jagd oder Zaun scheitert Naturverjüngung häufig

Vorteile

Kostengünstiger als Pflanzung (keine Pflanzkosten), genetisch an den Standort angepasste Nachkommen, natürlicher Wurzelaufbau, kontinuierliche Bodenbedeckung.

Nachteile

Zeitlich nicht planbar (abhängig von Mastjahren), Baumartenmischung nur bedingt steuerbar, hoher Wildverbiss-Druck kann zum Scheitern führen.

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