Sturmwurf

Großflächiges Umstürzen von Bäumen durch Sturm — typische Kalamität, oft Auslöser für Borkenkäfer.

Was ist Sturmwurf?

Sturmwurf bezeichnet das großflächige Umstürzen von Bäumen durch Stürme. Häufige Anlässe in DACH: Kyrill (2007, 37 Mio. Fm), Friederike (2018, 15 Mio. Fm), Sabine (2020). Klimaprognose: tendenziell zunehmende Sturmtage.

Typische Verläufe

  • Punktueller Wurf: einzelne Bäume — meist Ältere, Flachwurzler
  • Gruppenwurf: 0,1–0,5 ha
  • Flächenwurf: ganze Bestände > 1 ha
  • Sekundärwirkungen: Folgeschäden über Jahre

Aufarbeitung

  • Sicherheit zuerst: Sturmholz ist gefährlich — verkeilte Bäume, Spannungen
  • Schnelligkeit: Innerhalb 2–3 Monaten aufarbeiten — sonst Borkenkäfer-Brutmaterial
  • Aushaltung: Beste Stammabschnitte zuerst sichern
  • Vermarktung: Bei großen Mengen über FBG bündeln

Schadensbewertung

Sturmwurf-Holz wird typisch 20–40 % unter Frischholz bewertet. Bei Großschadensereignissen Marktdruck — Preise können kurzzeitig auf Industrieholz-Niveau fallen.

Folgen für Bestand

Geräumte Flächen können wiederbewaldet werden — Förderung für Klima-Mischpflanzung. Verbleibende Restbestände sind sturmgefährdeter (offene Kanten).

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