Verbiss
Wildschaden durch Reh- und Rotwildfraß an jungen Trieben und Knospen.
Was ist Verbiss?
Verbiss bezeichnet das Abbeißen junger Triebe und Knospen durch Reh- und Rotwild. Vor allem in den Wintermonaten und im Frühjahr. Verbiss schädigt junge Bäume und kann ganze Verjüngungsflächen scheitern lassen.
Schadbild
- Abgebissene Endtriebe — Baum verzweigt sich, verliert Höhenwachstum
- Bei wiederholtem Verbiss: Stockausschlag, Buschform statt Baum
- Bei Knospen-Verbiss im Winter: kein Austrieb im Frühjahr
Bevorzugte Baumarten
Tanne, Eiche, Buche, Edellaubhölzer (Kirsche, Ahorn) — die Klima-Hoffnungsbaumarten leiden am meisten.
Vorbeugung
- Bestandsdichte reduzieren durch konsequente Bejagung — wichtigste Maßnahme
- Einzelschutz: Wuchshüllen 60–120 cm
- Zaun: Bei großflächigen Verjüngungen 1,80 m hoch
- Verbiss-Schutzmittel: Streichbar oder spritzbar
- Ablenkungsfütterung: Wildäcker außerhalb der Verjüngungsfläche
Verbiss-Gutachten
Forstämter erheben jährliche Verbissgutachten — gemittelt über Probeflächen. Bei zu hohem Verbiss kann eine Bestandsanpassung der Wildpopulation angeordnet werden.
Verwandt: Fegen, Schäle, Wildschaden.
Waldpilot macht das für dich
Holzliste, Einschlagsmeldung, EUDR — digital, offline, bundesland-konform.
Kostenlos starten