Käferholz
Holz aus Beständen mit Borkenkäferbefall — meist mit Qualitätsabwertung im Markt.
Was ist Käferholz?
Käferholz ist Holz aus Beständen, die von Borkenkäfern (vor allem Buchdrucker) befallen sind. Es muss im Rahmen der Bekämpfung schnell aufgearbeitet werden, um die Käferpopulation einzudämmen.
Qualitätsmerkmale
- Bläue (durch Bläuepilze) — sichtbar am Stamm
- Brutbild unter der Rinde
- Bei spätem Befall: Stehendbefall mit Rindenabwurf
- Frühes Käferholz: technisch oft fast vollwertig nutzbar
Marktpreise
Käferholz wird typisch 30–50 % unter Frischholz bezahlt — je nach Marktlage. Bei Kalamitäts-Spitzen (z. B. 2019/2020) sind Preise auf 20–30 €/Fm gefallen, fast Industrieholz-Niveau.
Vermarktung
- Schnell handeln — je länger im Bestand, desto schlechter die Qualität
- FBG-Bündelung: bessere Preise bei größeren Mengen
- Aushaltung optimieren: Stammhochhochwertige Abschnitte separat
- Industrieholz-Nachfrage prüfen — manchmal höher als Stammholz-C
Förderung
Käferholz-bedingte Kalamitätsflächen sind oft förderfähig für Wiederbewaldung — Antrag VOR Pflanzung stellen.
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