Hiebssatz

Maximal nachhaltig nutzbare Holzmenge pro Jahr im Forstbetrieb, abgeleitet aus dem laufenden Zuwachs.

Was ist der Hiebssatz?

Der Hiebssatz ist die Holzmenge (in Festmetern), die in einem Forstbetrieb pro Jahr nachhaltig eingeschlagen werden darf — ohne den Holzvorrat langfristig zu mindern. Er ist das zentrale Steuerungsinstrument der Forsteinrichtung.

Berechnung

Klassisch: Hiebssatz = laufender Zuwachs pro Jahr. Bei Bestand mit nicht-optimalem Altersaufbau: angepasst über Vorrats-Differenz und Umtriebszeit.

Beispiel: 50 ha Wald, mittlerer Zuwachs 8 Fm/ha/Jahr → Hiebssatz 400 Fm/Jahr.

Bedeutung

Der Hiebssatz ist Teil des Forstbetriebsplans und Pflichtangabe in vielen Förderanträgen sowie bei PEFC/FSC-Zertifizierung. In Kalamitätsjahren wird der Hiebssatz oft überzogen — das führt in den Folgejahren zu reduziertem Einschlag.

Praxis im Privatwald

Kleinprivatwald nutzt selten formale Hiebsätze. Faustregel: Pro Jahr nicht mehr als den Zuwachs entnehmen — bei 5 ha guter Bonität ca. 30–50 Fm/Jahr.

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