Schäle
Wildschaden durch Rotwild — Rinde wird mit den Zähnen vom Stamm geschält, häufig im Winter.
Was ist Schäle?
Schäle ist ein Wildschaden, bei dem Rotwild (vor allem im Winter und Frühjahr) Rinde vom Stamm abreißt und frisst. Die Schäden treten in Höhe 0,5–2 m auf und können großflächig sein.
Schadbild
- Rinde fehlt großflächig, meist im Winter frisch
- Bei Sommer-Schäle: Streifen-artige Rinde-Abrisse
- Folge: Pilzbefall, Stammfäule, oft Totalverlust
- Bei Stammumfang-Verletzung > 50 %: Baum stirbt
Bevorzugte Baumarten
Fichte, Tanne, Buche, Esche. Eiche und Kiefer sind weniger betroffen.
Schutz
- Bestandsdichte: Reduzierung der Rotwild-Population (Abschuss)
- Verbiss-Schutz: Pflanzen-Manschetten in jungen Beständen
- Spritzmittel: Verbissschutzmittel auf Stammwunden zur Saisonprophylaxe
- Wildackersaaten: Ablenkungsfütterung im Winter
Schadensermittlung
Schäle wird wie Verbiss und Fegen protokolliert. Ist im Pachtjagdvertrag häufig komplett dem Pächter aufzubürden.
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