Femelhieb
Verjüngungsverfahren mit kleinflächigen Lichtungen (Femeln, 200–2.000 m²) zur Etablierung von Mischbaumarten.
Was ist ein Femelhieb?
Der Femelhieb ist ein Verjüngungsverfahren des Dauerwald-Konzepts. Statt großflächig zu schlagen, werden kleinflächige Lichtungen — sogenannte Femeln, typisch 200–2.000 m² — angelegt. Dort etabliert sich Mischbaumartenverjüngung, die mit fortlaufenden Eingriffen sukzessive freigestellt wird.
Ablauf
- Initiale Femel von ca. 500 m² (25×20 m) öffnen
- Mischbaumarten pflanzen oder Naturverjüngung erwarten
- Nach 5–10 Jahren Femel auf ca. 1.000 m² erweitern
- Älterer Restbestand sukzessive entnehmen
- Über 30–50 Jahre wandelt sich der gesamte Bestand
Vorteile
- Bodenklima geschützt — keine Verkrautung
- Mischung von Licht- und Schattbaumarten möglich
- Kein Kahlschlag — Verkehrssicherung einfacher
- Förderfähigkeit — entspricht Klimaanpassungs-Standards
Nachteile
- Hoher Pflegeaufwand — viele kleine Eingriffe
- Bei Sturmwurf-Risiko: Femel-Ränder sind Angriffsfläche
- Mechanisierung schwierig
Verwandt: Saumhieb, Schirmhieb, Plenterwald.
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