Saumhieb
Verjüngungsverfahren mit schmalem Streifen-Hieb am Bestandsrand, der schrittweise vorrückt.
Was ist ein Saumhieb?
Der Saumhieb ist ein Verjüngungsverfahren mit einem schmalen Streifen-Hieb am Bestandsrand. Auf dem freigeschlagenen Saum (typisch 20–40 m breit) etabliert sich Verjüngung. Der nächste Saum wird einige Jahre später angrenzend gehauen — der Bestand wandert quasi durch die Fläche.
Voraussetzungen
- Saum gegen Hauptwindrichtung — sonst Sturmgefahr
- Lichtbaumarten profitieren (Eiche, Lärche, Birke)
- Samenbäume in benachbartem Bestand für Naturverjüngung
Vorteile
- Mechanisierung möglich — einfacher als Femelhieb
- Schutz der jungen Verjüngung durch Bestandskante
- Kein Kahlschlag — Bodenklima geschützt
Nachteile
- Sturmwurf-Risiko an der freigelegten Kante
- Lange Umtriebszeit für vollständige Bestandserneuerung
- Mischung schwierig — meist Reinbestand-Verjüngung
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