Auslesedurchforstung
Hochdurchforstungs-Verfahren mit Auswahl von Z-Bäumen — heute Standard im Privatwald.
Was ist die Auslesedurchforstung?
Die Auslesedurchforstung (auch Z-Baum-orientierte Hochdurchforstung) ist das moderne Standard-Pflegeverfahren in Privatwald und Staatsforst. Statt schwache Bäume zu entnehmen (Niederdurchforstung), werden gezielt 80–150 Zukunftsbäume pro Hektar ausgewählt und durch Entnahme ihrer Bedränger gefördert.
Ablauf
- Bestandsbegehung mit Markierung der Z-Bäume (Farbe oder Plastikband)
- Bedränger identifizieren — Bäume, die in die Krone des Z-Baumes eingreifen
- Bedränger fällen, Z-Bäume frei stellen
- Schwache Bäume außerhalb des Z-Baum-Umfeldes meist stehenlassen — sie schaden nicht
Vorteile
- Hohe Wertholz-Anteil im Endbestand
- Stabile Einzelbäume mit guter Wurzelausbildung
- Geringeres Sturmrisiko
- Klimaresilienter Bestand
Praxis
Erste Auswahl bei Höhe 12–15 m, dann alle 5–7 Jahre überprüfen. Beobachte: Durchforstungen sind keine Endnutzung — der Z-Baum bleibt 80–120 Jahre stehen.
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