Eschentriebsterben
Pilzkrankheit (Hymenoscyphus fraxineus) der Esche, in DACH seit 2002 massiv verbreitet.
Was ist das Eschentriebsterben?
Das Eschentriebsterben (auch Falsches Weißes Stengelbecherchen, Hymenoscyphus fraxineus) ist eine Pilzkrankheit der Gemeinen Esche. Seit 2002 in DACH verbreitet, hat es bis 2026 schätzungsweise 70–90 % aller Eschen geschädigt.
Symptome
- Welkende Triebspitzen, häufig im Sommer
- Rinden-Nekrosen — gelbliche bis bräunliche Stamm-Verfärbungen
- Wassserreiser am Stamm
- Wurzelhalsfäule, oft Eintrittspforte für Hallimasch
- Kronenverlichtung bis Absterben
Bekämpfung — wenig möglich
Es gibt keine wirksamen Pflanzenschutzmittel. Strategien:
- Einzelbäume mit hoher Resistenz erhalten — natürliche Selektion
- Kranke Bäume mit Verkehrssicherungs-Risiko fällen (Eschen brechen plötzlich)
- Mischbaumarten ergänzen — keine Eschen-Reinverjüngung mehr
- Forschung an resistenten Klonen läuft, erste Zucht-Erfolge
Bedeutung für Privatwald
Eschen-Anteile in DACH sind drastisch zurückgegangen. Im Wirtschaftswald ist die Esche praktisch ausgeschieden. Verkehrssicherungs-Risiko bei Eschen an Wegen ist erheblich.
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