Wer Bäume korrekt bestimmt, vermeidet Fehler in Holzliste, Bestandsbeschreibung und Förderantrag. Hier die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale für die häufigsten Verwechslungspaare.
Fichte: hängende Zapfen, stechende Nadeln, schuppige Rinde. Tanne: aufrechte Zapfen, weiche Nadeln mit zwei weißen Streifen unten, glatte Rinde mit Harzblasen.
Buche: glatte graue Rinde, ovale Blätter mit welligem Rand, Bucheckern. Hainbuche: längs geriefte Rinde, Blätter mit gesägtem Rand, geflügelte Früchte.
Eiche: gelappte Blätter, Eicheln, sehr harte Rinde. Esche: gefiederte Blätter mit 9-15 Fiedern, schwarze Knospen, glatte graue Rinde.
Kiefer: immergrün, lange Nadeln paarweise. Lärche: einziger heimischer Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln verliert. Nadeln in Büscheln.
Bergahorn: 5 Lappen, glatt-gelappt. Spitzahorn: 5 Lappen mit zugespitzten Spitzen. Feldahorn: kleine Blätter, korkige Triebe.
In Deutschland: Fichte (25 %), Buche (16 %), Kiefer (22 %), Eiche (10 %). In Bayern dominiert die Fichte, in NRW die Buche.
An Knospen, Rinde, Wuchsform und Standort. Bei Laubbäumen sind Knospen oft eindeutig (Buche: spitz und braun, Esche: schwarz, Eiche: gehäuft an der Spitze).
Ja — Pl@ntNet, NaturaList, Flora Incognita. Für die Forstwirtschaft sind sie aber nur Hilfsmittel — kritische Bestände sollten von einem Förster geprüft werden.
Was du in dieser Anleitung gelernt hast, kannst du in Waldpilot direkt anwenden — von der Holzliste bis zur EUDR-Sorgfaltserklärung.
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