Für die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) müssen Erntestandorte ab 4 ha als GPS-Polygon dokumentiert werden. Hier erfährst du, wie du das im Wald praktisch umsetzt.
Smartphone mit GPS-App (z.B. Waldpilot) oder dediziertes GPS-Gerät. Akku voll, Satellitenfix abwarten (3-5 Minuten unter freiem Himmel).
Gehe die Erntefläche an den Außenkanten ab. Setze an jedem markanten Eckpunkt einen Wegpunkt. Mindestens 4 Punkte für ein Rechteck, mehr für unregelmäßige Flächen.
Unter geschlossenem Kronendach kann der GPS-Empfang um mehrere Meter abweichen. Lieber an der Bestandskante messen oder einen externen GPS-Empfänger nutzen.
Zum Startpunkt zurückkehren oder das Polygon in der App schließen. Achte darauf, dass die Linien sich nicht überkreuzen.
Die App berechnet die Fläche in m² oder ha. Vergleiche sie mit deiner Schätzung — größere Abweichungen deuten auf Messfehler hin.
GeoJSON oder GPX exportieren und für die EUDR-Sorgfaltserklärung verwenden. Waldpilot speichert das Polygon direkt in der Erntefläche.
Bei Erntestandorten über 4 ha verlangt die EUDR ein Polygon. Unter 4 ha reichen Mittelpunkt-Koordinaten.
Die EUDR fordert eine Genauigkeit, die eine eindeutige Identifikation der Fläche erlaubt. ±10 m sind in der Praxis akzeptabel.
Das EU-System nimmt GeoJSON in WGS84-Koordinaten. Andere Formate müssen vorher konvertiert werden.
Ja, sofern sie in WGS84 vorliegen. Waldpilot unterstützt GeoJSON-Import direkt.
Was du in dieser Anleitung gelernt hast, kannst du in Waldpilot direkt anwenden — von der Holzliste bis zur EUDR-Sorgfaltserklärung.
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