Der Brusthöhendurchmesser (BHD) ist die wichtigste Einzelmessgröße in der Forstwirtschaft. Er wird in 1,30 m Höhe vom Boden gemessen und ist Grundlage für jede Volumenberechnung.
Stelle dich an die bergseitige (oberhang-seitige) Seite des Baumes. Bei Hanglagen wird der BHD immer von oben gemessen.
Miss 1,30 m vom Boden ab. Bei Mehrfachstämmen unterhalb 1,30 m: jeden Stamm separat messen.
Die Kluppe rechtwinklig zur Stammachse ansetzen. Beide Schenkel müssen die Rinde berühren — ohne zu drücken.
Bei runden Stämmen reicht eine Messung. Bei unrunden Stämmen zweimal kreuzweise messen und mitteln.
Der BHD wird üblicherweise in ganzen cm angegeben. Werte unter 7 cm gelten als nicht messbar (Unterstand).
Die 1,30 m sind ein internationaler Standard. Sie wurden gewählt, weil bei dieser Höhe Wurzelanläufe meist nicht mehr stören und die Messung ergonomisch ist.
Trennt sich der Stamm unterhalb 1,30 m, werden beide Stämme einzeln gemessen. Trennt er sich oberhalb, gilt der einfache Stamm.
Eine Genauigkeit von ±1 cm ist für die meisten forstlichen Zwecke ausreichend. Bei Wertholzbäumen lohnt sich präziseres Messen mit Maßband.
Kluppen sind schneller, Maßbänder genauer (bis auf den mm). Im Praxisalltag dominiert die Kluppe.
Was du in dieser Anleitung gelernt hast, kannst du in Waldpilot direkt anwenden — von der Holzliste bis zur EUDR-Sorgfaltserklärung.
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