Praxis-Anleitung

Holz-Sortimente bestimmen

Die richtige Sortimentierung entscheidet über den Holzpreis. Hier lernst du die wichtigsten Sortimente und ihre Anforderungen kennen.

Schritt-für-Schritt

  1. 1

    Stammholz Klasse A

    Astrein, gerade, fehlerfrei. Mindestdurchmesser 30 cm (Nadelholz) bzw. 35 cm (Laubholz). Höchste Preise für Furnier oder Konstruktionsholz.

  2. 2

    Stammholz Klasse B

    Leichte Mängel (kleine Astnarben, leichte Krümmung). Standard für Bauholz und Schnittholz.

  3. 3

    Stammholz Klasse C

    Stärkere Mängel, aber noch verwertbar. Für Verpackungs- und Palettenholz.

  4. 4

    Stammholz Klasse D

    Erhebliche Mängel, oft als Industrieholz verkauft. Untergrenze des Stammholz-Sortiments.

  5. 5

    Industrieholz

    Durchmesser 8-30 cm, kürzere Längen (1-3 m). Für Zellstoff, Spanplatten, OSB. Preise 25-45 €/Fm.

  6. 6

    Brennholz

    Reststücke, krumme oder knorrige Stämme. Auch Schadholz aus Käfer- oder Sturmholzeinschlag. 40-90 €/Rm.

  7. 7

    Energieholz / Hackschnitzel

    Aus Schwachhölzern, Pflegerückständen oder Schadholz. Wird gehackt und an Heizkraftwerke verkauft.

Häufige Fragen

Was bringt die richtige Sortimentierung?

Bis zu 30 % höherer Verkaufserlös. Falsche Sortierung führt oft zu Abwertung beim Käufer.

Wer sortiert beim Einschlag?

Im Idealfall der Forstwirt direkt beim Aushaltung. Bei Selbstwerbung muss der Selbstwerber die Anforderungen kennen.

Was ist die RVR?

Die Rahmenvereinbarung Rohholz — verbindlicher Standard für Holzaushaltung in Deutschland seit 2015.

Können auch Schadhölzer A-Klasse sein?

Selten. Käfer- oder Schimmelbefall führt fast immer zur Abwertung in Klasse C oder D.

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