Wer Borkenkäfer-Befall früh erkennt, kann die Ausbreitung stoppen — und Bußgelder sowie Schadensersatz vermeiden. Hier sind die wichtigsten Erkennungsmerkmale.
Frische, rotbraune Späne am Stammfuß, in Rindenrissen oder auf Spinnweben sind das eindeutigste Zeichen für aktiven Befall.
Bohrlöcher sind 2-3 mm groß und kreisrund. Bei aktivem Befall liegt frisches Bohrmehl darunter.
Kleine Harztropfen an Bohrlöchern sind ein Abwehrversuch des Baumes — typisch im Frühstadium des Befalls.
Verfärbung der Nadeln von gelbgrün über rotbraun zu braun. Fängt meist im oberen Drittel an. Späterer Befallsindikator.
Mit dem Hammer auf die Rinde klopfen. Hohlklang und abplatzende Rinde deuten auf Larvengänge unter der Borke hin.
Spechte hacken befallene Bäume an der Suche nach Larven auf — kupferfarbene Stellen am Stamm sind ein deutliches Zeichen.
Buchdrucker (Ips typographus) schwärmt ab ca. 16,5 °C Lufttemperatur — typisch April bis September. In Wärmejahren auch eine 3. Generation möglich.
Geschwächte Fichten — durch Sturm, Trockenheit, Schneebruch oder Vorbefall. Bestände am Süd- oder Westrand sind besonders anfällig.
Eine Generation entwickelt sich in 6-8 Wochen. Aus einem befallenen Baum schwärmen bis zu 30.000 Käfer aus, die weitere 10-20 Bäume befallen können.
Befallene Bäume innerhalb der gesetzlichen Frist (meist 2 Wochen) fällen, aus dem Wald entfernen und entrinden, hacken oder behandeln.
Was du in dieser Anleitung gelernt hast, kannst du in Waldpilot direkt anwenden — von der Holzliste bis zur EUDR-Sorgfaltserklärung.
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